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23. April 2012

orf.at: Ziel eindeutig verfehlt

Gangbetten gibt es angeblich nicht und doch ist das Problem so alt wie der KAV selbst. Der Anstieg an Gang- bzw. Notbetten lässt sich nicht leugnen und doch wird das Unternehmen nicht müde, auf erfolgreiche Gegensteuerungsmaßnahmen hinzuweisen. Bereits im Jahr 2007 machte Dr. Susanne Drapalik klar, dass alles unternommen wird, um Gangbetten zu reduzieren.

Andere wiederum wurden nicht müde, zu betonen, dass es gar keine Gangbetten gibt. „Auch Univ.-Prof. Dr. Walter Hruby betonte heute, Montag, gegenüber der Rathaus-Korrespondenz, dass es zu keinerlei Gangbetten in der Allgemein Chirurgischen Abteilung des Donauspitals gekommen sei.“, so aus der Rathauskorrspondenz vom 1. September 2008.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der betroffenen Einrichtungen kennen das altbekannte Spiel zur Genüge: kaum werden Notbetten zum Thema, müssen die Gangbetten für einige Tage verschwinden. Auf fast magische Art und Weise lösen sie sich in Luft auf um nach einer Woche in gestiegener Zahl zurückzukehren. Die gelebte Realität der Belegschaft wird als kurzfristige Erscheinungen abgetan, die Zahlen des Management decken sich nicht mit dem Empfinden und Erleben der Menschen vor Ort.

Wenn überhaupt hängen Gangbetten mit den Jahreszeiten zusammen:
„Eine saisonale Erscheinung“, betont das Unternehmen immer wieder, bedingt durch Grippewelle und andere Infektionen. Wie kann es dann sein, dass ohne richtiger Grippewelle die Gangbettenzahl nur in den ersten zwei Monaten des laufenden Jahres um 1000 Betten höher lag, als im Vergleichszeitraum 2011? Keine Grippewelle, 1000 Gangbetten mehr!!??

Somit ist klar: das Topmanagement hat die 2007 gesteckten, ehrbaren Ziele nicht nur verfehlt, sondern noch mehr Probleme geschaffen. Bleibt die Frage, ob es die Aufgabe eines Managements ist, Probleme zu lösen oder zu schaffen? „Nicht genügend“, würden wir diese Leistung beurteilen und die handelnden Personen auffordern, umgehend zu agieren und spürbare, klar messbare Abhilfe zu schaffen. Jetzt! Sonst könnte man auch ihr Auftreten als saisonal bedingt erachten und auf Regen folgt bekanntlich Sonnenschein.

Zum Artikel vom 06.07.2007:
orf.at

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